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Bahnmarkt-
Vergabemonitor

Ausgewählte Auftragsvergaben der Bahnbranche

Neue Infos im Bahnmarkt-Vergabemonitor.EU

 

 

Elektronisches Ticket für Großraum Gdańsk


Die nordpolnische Wojewodschaft Pomorskie plant die Einführung eines elektronischen Ticketsystems für den öffentlichen Nahverkehr.

Wie die Stadtverwaltung Gdańsk mitteilt, hat die EU Fördermittel für den Großteil der Kosten des Projekts mit dem Namen "Fala" (dt. Welle) bewilligt. Aus dem Förderprogramm Infrastruktur und Umwelt werden demnach 90 Mio. PLN der insgesamt benötigten 106,5 Mio. PLN (24,5 Mio. EUR) bereitgestellt. Hauptziel des Systems wird es sein, dass die Fahrgäste den öffentlichen Nahverkehr in der Region nutzen können, ohne die einzelnen Tarife oder Verkehrsunternehmen kennen zu müssen. Kernstück wird eine Billing-Software sein, die die einzelnen Fahrten auf der Grundlage einer Fahrgastidentifizierung in den Verkehrsmitteln abrechnet. Eine Mobilfunk-App wird die Trassenplanung und die Abrechnung aller Fahrten ermöglichen. Mit den Fördermitteln sollen die Programmierung dieser Systeme, die Anschaffung von Validierungseinrichtungen zur Installation an Bahnhöfen und in Verkehrsmitteln, die Ausgabe von 300.000 NFC-ID-Karten, die Einrichtung von 30 Kundenservicestellen und die Durchführung einer Informationskampagne finanziert werden.

Realisiert wird das Projekt von der Gesellschaft InnoBaltica, die der Wojewodschaftsverwaltung, den Städten Gdańsk und Gdynia sowie den Hochschulen Uniwersytet Gdański, Politechnika Gdańska und Gdański Uniwersytet Medyczny gehört. Der Systemstart ist vorläufig für das kommende Jahr geplant. 

Quelle: nov-ost.info  12.8.2019


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PKP Intercity plant fünf neue Ausschreibungen


Die polnische Fernbahngesellschaft PKP Intercity plant für das zweite Halbjahr fünf weitere Ausschreibungen zur Erneuerung ihres Fuhrparks.

Dabei geht es nach Angaben des Unternehmens um den Kauf von bis zu 15 Mehrsystemloks (davon zehn in der Basisbestellung), von zehn neuen Rangierloks (hierbei handelt es sich um eine Wiederholungsausschreibung), um die Modernisierung von 20 Lokomotiven der Baureihe EU/EP07 für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h, die Erneuerung von 40 Waggons der Baureihe Z1A/Z1B sowie um die Modernisierung von 90 Waggons 2. Klasse der Typen 111A/141A.

Im ersten Halbjahr hat PKP Intercity bereits Verträge im Wert von über 500 Mio. PLN (115 Mio. EUR) abgeschlossen, wovon 275 Mio. PLN auf den Modernisierungsvertrag für 14 Elektrotriebzüge der Baureihe ED74 mit ZTNK Mińsk Mazowiecki und PESA und 224 Mio. PLN auf den Kauf von 55 neuen Reisezugwagen von H. Cegielski FPS entfielen. Von Cegielski lässt PKP Intercity ferner 10 Waggons für 61,4 Mio. PLN zu Speisewagen umbauen. Im Juli erhielt ferner Stadler den Zuschlag zur Lieferung von 12 weiteren Intercity-Elektrotriebzügen zum Preis von 1,015 Mrd. PLN (237,7 Mio. EUR).

Quelle: nov-ost.info  12.8.2019


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Ausschreibung für Umschlagterminal Salaspils


Die lettische Projektgesellschaft Eiropas Dzelzceļa līnijas (EDZL) hat eine Ausschreibung für die Planung und eine Umweltverträglichkeitsstudie für ein neues Umschlagterminal an der neuen Eisenbahnstrecke Rail Baltica in Salaspils eingeleitet.

Wie die Tochter der Gesellschaft RB Rail bekannt gab, soll das Verfahren in zwei Phasen ablaufen. Zunächst sollen die Kandidaten ermittelt und ihre Angebote ausgewertet werden, darauf folgt die Vertragsunterzeichnung. Angebote können nur elektronisch bis zum 20. September um 14 Uhr Ortszeit eingereicht werden. Der Dokumentation ist unter dem folgenden Link abrufbar.

Das Terminal südöstlich von Riga soll eine Fläche von 150 ha erhalten und wird Teil eines neuen Intermondal-Logistikkomplexes mit einer Gesamftläche von 500 ha, der sowohl für die europäische Normalspur (1.435 mm) als auch für die osteuropäische Breitspur (1.520 mm) ausgelegt sein wird.

An RB Rail sind Estland, Lettland, Litauen und Finnland beteiligt, Aufgabe ist der Bau einer Bahntrasse in europäischer Normalspur von Tallinn bis zur litauisch-polnischen Grenze.

Quelle: nov-ost.info  9.8.2019


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Fünf Angebote in Bukarester U-Bahn-Tender


Bei einem Bieterverfahren des Bukarester U-Bahnbetreibers Metrorex für die Lieferung neuer Züge sind bis zum Ablauf der Frist am 7. August fünf Angebote eingegangen.

Den Angaben des elektronischen Portals Sicap zufolge handelt es sich bei den Bietern um ein Konsortium aus Hyundai Rotem / Romansys, das Konsortium CAF / Atelierele CFR Grivita und das Konsortium CRRC Qingdao Sifang / Astra Vagoane sowie um MetroVagonMash und Alstom Transport als Einzelbieter.

Die Ausschreibung war im März geschaltet worden. Gegenstand der Beschaffungsmaßnahme sind 30 Züge für die im Bau befindliche U-Bahnlinie 5, der Gesamtwert des Auftrags wird mit 255 Mio. EUR veranschlagt.

Mit dem Bau der Linie 5 wurde 2012 begonnen, die Eröffnung des ersten Abschnitts hatte eigentlich bereits 2015 erfolgen sollen. Der erste Abschnitt mit einer Länge von 6,9 km verläuft zwischen der Station Eroilor und dem Stadtteil Drumul Taberei im Südwesten und ist weitgehend fertiggestellt. Ein zweiter Abschnitt soll längerfristig bis Pantelimon im Bukarester Osten führen.

Quelle: nov-ost.info  9.8.2019


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Strabag Rail saniert wichtige Bahnstrecke in Nordböhmen


Die tschechische Tochter von Strabag Rail hat im Konsortium mit OHL ´S und Monzas den Auftrag der Eisenbahn-Infrastrukturverwaltung S´DC zur Modernisierung eines 12 km langen Abschnitts der Bahnlinie 130 erhalten, die am Fuße des Erzgebirges durch das Nordböhmische Braunkohlerevier führt.

Der Auftrag betrifft den Abschnitt von Oldřichov u Duchcova bis Bílina und hat ein Nettovolumen von 1,912 Mrd. CZK (74 Mio. EUR). Ziel der geplanten Arbeiten ist eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von bislang 80-100 km/h auf künftig 120-145 km/h.

Seit dem Frühjahr läuft bereits die Modernisierung des Abzweigs von Oldřichov zum Raffineriestandort Litvínov, bei der auch eine Elektrifizierungslücke von 2 km bis Litvínov geschlossen wird. Auftragnehmer bei dem rund 900 Mio. CZK (35 Mio. EUR) schweren Projekt ist ein Konsortium von Elektrizace ¸eleznic Praha und Edikt. Mit der Sanierung des Abschnitts Oldřichov-Bílina startet die S´DC das Mammutprojekt zur Sanierung der gesamten Egertal-Magistrale (Linien 130 und 140) von Cheb bis Ústí nad Labem. 

Quelle: nov-ost.info  8.8.2019


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Zwei Bieter in rumänischem Tram-Tender


Bei einer Ausschreibung des rumänischen Ministeriums für Regionalentwicklung und öffentliche Verwaltung zur Beschaffung neuer Straßenbahnen für die Stadt Botoşani sind bis zum Ablauf der Frist zwei Angebote eingegangen.

Den Angaben des elektronischen Portals SICAP zufolge stammen die Offerten von dem rumänischen Schienenfahrzeughersteller Astra Vagoane Călători und der türkischen Durmazlar Makina. Gegenstand der Ausschreibung sind neun Trams mit einer Länge von 18 m, der Preis wird mit insgesamt 72 Mio. RON (15,2 Mio. EUR) veranschlagt. Die Auswertung der Angebote soll bis zum 3. Dezember erfolgen.

Aktuell sind in Botoşani 26 Trams des Typs Tatra T4D unterwegs. Das Straßenbahnnetz der nordostrumänischen Stadt besteht aus zwei Linien mit 15 Stationen und mit einer Gesamtlänge von 8 km.

Quelle: nov-ost.info  1.8.2019


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Zwischenbericht der Bundesregierung zu Einzelmaßnahmen des 740 Meter Netzes


Berlin: (hib/HAU) In einer "ergänzenden Antwort" (19/11915) zu einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10533) zum "Zwischenstand bei der Umsetzung des Masterplans Schienengüterverkehr" listet die Bundesregierung die Einzelmaßnahmen des 740-Meter-Netzes für längere Güterzüge und den jeweiligen Planungsstand auf. Weiterhin finden sich in der Vorlage die 740-Meter-Maßnahmen des Sofortprogramms Seehafenhinterlandverkehr (SHHV). Hierfür sind nach Angaben der Regierung Investitionen in Höhe von 127,5 Millionen Euro vorgesehen.

Die Antwort  können Sie hier downloaden

Quelle: Heute im Bundestag HIB Nr.867 8.8.2019


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EUGH entscheidet: HOAI Honorarregelung ist rechtswidrig !


Am 4.7.19 hat der EUGH entschieden, daß die Honorarregelungen der HOAI bezüglich der Mindest-und Höchstsätze gegen Europarecht verstoßen, was nunmehr entsprechende Reaktionen der öffentlichen Vergabestellen erfordert, denn Angebote von Planungaleistungen dürfen nun nicht mehr ausgeschlossen, wenn sie die Mindestsätze der HOAI unterschreiten.
Dazu haben wir ein Interview mit dem zuständigen Abteilungsleiter im Bundeswirtschaftsministerium Dr.Steinberg im Vergabeblog.de des Deutschen Vergabenetzwerks vom 8.8.2019 gefunden, welches wir unseren Lesern auszugsweise zur Kenntnis geben, da diese Informationen für das aktuelle Angebotsprozedere von Planern sehr wichtig ist:

"Vergabeblog: Am 4. Juli 2019 hat der EuGH entschieden, dass die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) als bindendes Preisrecht gegen EU-Recht verstoßen. Wie geht es jetzt weiter?

Dr. Philipp Steinberg: Der EuGH kommt in seinem Urteil zu dem Ergebnis, dass die verbindlichen Mindest- und Höchsthonorare der HOAI nicht mit der Niederlassungsfreiheit vereinbar sind. Dieses Urteil hat insbesondere zur Folge, dass die öffentlichen Stellen in Deutschland aufgrund des Anwendungsvorrangs des Europarechts verpflichtet sind, die Regelungen der HOAI, die für europarechtswidrig erklärt wurden, nicht mehr anzuwenden. Daher darf beispielsweise bei der Vergabe öffentlicher Aufträge über Architekten- oder Ingenieurleistungen Angeboten der Zuschlag nicht mehr aufgrund der Tatsache verweigert werden, dass die angebotenen Preise unterhalb der Mindesthonorarsätze oder oberhalb der Höchsthonorarsätze der HOAI liegen.

Zu diesen unmittelbaren Folgen hatten wir bereits kurz nach dem Urteil entsprechende Informationen versandt. Im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sind wir federführend zuständig für die Regelungen der HOAI, stimmen uns aber eng mit den anderen Bundesressorts ab, insbesondere dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Im Anschluss ist, nach gründlicher Prüfung des Urteils, natürlich die Frage zu klären, welche Anpassungen wir an der HOAI vornehmen werden, um den Vorgaben des Urteils Rechnung zu tragen. Hier gibt es verschiedene denkbare Optionen, deren Vor- und Nachteile wir jetzt abwägen und auch mit den betroffenen Kammern und Verbänden aufnehmen wollen, bevor wir uns auf eine der Möglichkeiten festlegen."


8.8.2019



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Wasserstoffzüge im Einsatz: Positive Bilanz nach 100.000 Kilometern


Die beiden bisher weltweit einzigen Wasserstoffzüge haben sich nach Einschätzung von Betreiber und Hersteller im Alltag bewährt. Der emissionsfreie Regionalzug mit Brennstoffzelle verbinde seit mehr als zehn Monaten zuverlässig Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude. "Bei mittlerweile über 100.000 gefahrenen Fahrzeugkilometern sind wir absolut zufrieden mit der Leistung", sagte der Geschäftsführer der Herstellerfirma Alstom in Deutschland und Österreich, Jörg Nikutta. Auch bei den Eisenbahnen und Verkehrsbetrieben Elbe-Weser gab es keine Klagen.

Die Züge werden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser um, wobei Strom entsteht, der die Lithium-Ionen-Akkus an Bord auflädt und so den Elektromotor antreibt. Emissionsfrei sind die Züge deshalb, weil sie nur Wasserdampf und Kondenswasser an die Umwelt abgeben. Emissionen entstehen allerdings bei der energieaufwendigen Herstellung von Wasserstoff.

Bis Ende 2021 soll auf der rund 100 Kilometer langen Strecke die Dieselzugflotte durch 14 Wasserstoffzüge ersetzt werden. Dann soll in Bremervörde eine feste Wasserstofftankstelle stehen.

Im Mai bestellte eine Tochtergesellschaft des Rhein-Main-Verkehrsverbundes in Hessen 27 Brennstoffzellenzüge. "Aktive Vertragsverhandlungen" gebe es mit weiteren Bundesländern, sagte Nikutta. Die beiden Prototypen aus Niedersachsen sind ab und an "auf Abwegen" und auch in anderen Bundesländern zu sehen, wenn die Züge und die Technologie dort präsentiert werden. 

Quelle: heise-online 07/2019



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Der Coradia iLint soll nicht nur keine giftigen Abgase von sich geben, sondern auch leiser als andere Züge sein

DuisPort entwickelt Bahnterminal bei Minsk


Der deutsche Logistikkonzern Duisburger Hafen (DuisPort) plant im Rahmen eines Konsortiums die Errichtung eines neuen Bahnterminals im Industriepark Velikij kamen (Great Stone) bei Minsk.
 
Laut Angaben des Konzerns wurde bereits Anfang des Monats eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Partner von DuisPort bei dem Projekt sind demnach das zur China Merchants Group (CMG) gehörende Unternehmen China Merchants China-Belarus CLC, die weißrussische Staatsbahn BCh und der Schweizer Bahnlogistiker Hupac.
 
Vorgesehen ist auf einem insgesamt 80 ha großen Areal die Errichtung eines 30 ha großen bimodalen Containerterminals mit einer Umschlagkapazität von zunächst jährlich 180.000 TEU. Bei entsprechendem Bedarf bestehen die Voraussetzungen für eine Kapazitätserweiterung auf bis zu 500.000 TEU im Jahr. Die übrigen 50 ha Fläche sind für die Ansiedlung weiterer Logistikunternehmen bestimmt. Mit den Bauarbeiten soll Anfang kommenden Jahres begonnen werden, mit der Fertigstellung des Terminals wird 2021 gerechnet. Über die Höhe der mit dem Projekt verbundenen Investitionen machte DuisPort in der Aussendung keine Angaben.
 
Darüber hinaus informierte DuisPort über die Gründung des Unternehmens DPA Polska Intermodal, an dem neben dem deutschen Konzern auch China Merchants China-Belarus CLC, das polnische Logistikunternehmen Erontrans und die BCh-Tochter BelInterTrans beteiligt sind. Das neue Unternehmen soll vor allem in der Entwicklung, Vermarktung und Durchführung von Schienentransporten zwischen Polen und Deutschland aktiv werden. Ziel ist dabei die Reduzierung der Transportzeiten von Zügen ab der polnisch-weißrussischen Grenze im China-Verkehr.
 

DuisPort ist seit Anfang 2018 einer der Gesellschafter der Projektgesellschaft Kompaniya po razvitiyu industrialnogo parka (KRIP) für die Entwicklung des Industrieparks Velikij kamen, an der darüber hinaus auch der weißrussische Staat, CMG sowie die chinesischen Unternehmen Sinomach, CAMCE und Harbin Investment Group beteiligt sind. Auf einem insgesamt rund 9.150 ha großen Areal in der Nähe des Flughafens Minsk entsteht die Infrastruktur für die Ansiedlung von Unternehmen aus China und anderen Ländern, die dort von den Vorteilen einer Sonderwirtschaftszone profitieren können.


Quelle: nov-ost.info  16.7.2019


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