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Lärmminderungsmaßnahmen für Großdieselloks


Verlag:

DVV Media Group GmbH

Medium
(Zeitschrift, Zeitung etc.):

ETR EISENBAHNTECHNISCHE RUNDSCHAU


Details:

Lärmminderungsmaßnahmen für Großdieselloks


Jahr: 2007
Nummer: 10
Datum: Oktober
Autor:
Seite(n): 641




WWW:

http://www. p resseste lle. tu-berlin.de/newsportal

Land:

DE: Deutschland


Inhalt:

U Berlin I Für die Havellän- dische Eisenbahn, ein kleines Bahnunternehmen in Berlin- Spandau, die vier Großdiesel- loks des Typs „Blue Tiger" un- terhält, waren Unmut und die neuen Bestimmungen Anlass, sich an die Wissenschaftler des Fachgebietes Schienenfahr- zeuge der TU Berlin zuwenden, um ihre „Blue Tiger" leiser zu machen. Daraus wurde ein For- schungsprojekt, das nun nach einem Jahr abgeschlossen wird und vom Bundesumwelt- ministerium mit 73000 Euro gefördert wurde, da es sich hierbei um Maßnahmen für Fahrzeuge aus dem Bestand handelt. Ziel war es, Lösungen zu finden, wie solche Schie- nenfahrzeuge kostengünstig umgerüstet werden können. Insgesamt sind in Deutsch- land elf solcher Loks vom Typ „Blue Tiger" unterwegs, die im schweren Güterverkehr zum Einsatz kommen. „Messungen haben ergeben, dass nicht der Dieselmotor die dominierende Lärmquelle ist. Der ist ziemlich gut ,verpackt'. Es sind die beiden Nebenaggre- gate wie der Kolbenkompres- sor und die Kühlerlüfter, wel- che lediglich durch ein Gitter verkleidet auf der Lok montiert sind", erklärt Christian Czolbe, der unter Leitung von Profes- sor Hecht das Projekt durch- führte. Beim Kompressor ist es ein blubberndes tieffrequentes Ansauggeräusch, bei den Lüftern ein Pfeifen und Rau- schen, was es zu eliminieren galt. Die Kühlertüren werden nun mit den Lärm absorbierenden Metalljalousien verkleidet, die im industriellen Anlagenbau bereits angewendet werden. Und um die tieffrequenten Ansauggeräusche des Kom- pressors zu minimieren, wird ein spezieller kleinvolumiger Schalldämpfer installiert. Czolbe: „Dieser Schalldämp- fer bewirkt, dass das Stand- geräusch bei laufendem Kom- pressor nur noch 74,4 Dezibel beträgt. Damit liegt es unter dem seit 2006 zulässigen EU- Wert von 75 Dezibel. Ohne Schalldämpfer wurden 77,1 Dezibel gemessen." Das Ziel ist also erreicht. „Die Kosten für die Umrüstung belaufen sich auf etwa 47000 Euro pro Lok, sicherlich keine Peanuts. Aber für die Anschaf- fung einer neuen Diesellok müssten immerhin 2,3 Millio- nen Euro investiert werden", sagt Czolbe. www. p resseste lle. tu-berlin.de/newsportal


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