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Bahnmarkt-
Vergabemonitor

Ausgewählte Auftragsvergaben der Bahnbranche

Neue Infos im Bahnmarkt-Vergabemonitor.EU

Neue Auftragsvergaben im Bahnmarkt-Vergabemonitor.EU

Datum der Vergabe Ort der Ausführung Auftraggeber Auftragnehmer Auftragssumme
19.11.2019 56068 Koblenz evm Verkehrs GmbH, Energienetze Mittelrhein GmbH & Co. KG, KD-EE Details

 

 

Stichwort:

 

 

49 Milliarden Euro "theoretischer Nachholbedarf" bei Investitionen in die Bahninfrastruktur


Einen immensen Nacholbedarf bei den Investitionen in die Bahninfrastruktur ermittelten vom Bund beauftragte Gutachter in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen , welche am 4.11.2019 veröffentlicht wurde.

"Der vor Beginn der Dritten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG (DB AG) durch den Bund beauftragte Gutachter hat nach Angaben der Bundesregierung einen "theoretischen Nachholbedarf" bei Investitionen in Höhe von 44,5 Milliarden Euro bei der DB Netz AG und 4,5 Milliarden Euro bei der DB Station&Service AG ermittelt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/13896) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/13105) hervor. Im Bereich der Brücken liege der Wert bei 18,46 Milliarden Euro - bei den Gleisen bei 15,92 Milliarden Euro, heißt es in der Vorlage.

Der "kritische Nachholbedarf" liege laut Gutachter bei rund 20 Milliarden Euro. Dabei handle es sich um Anlagen, "die ihre durchschnittliche technische Nutzungsdauer erreicht haben, sich in einem schlechten Zustand befinden und deshalb zu ersetzen sind". Davon entfielen rund 19,3 Milliarden Euro auf die DB Netz AG und 0,7 Milliarden Euro auf die DB Station&Service AG, teilt die Regierung mit.


Quelle: hib heute im Bundestag Nr.1219 vom 4.11.2019



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Neue Schwellenwerte der EU-Kommission angekündigt


Alle zwei Jahre veröffentlicht die Europäische Kommission die sogenannten europäischen Schwellenwerte, die dann ab dem 01. Januar des kommenden Jahres in Kraft treten. Für 2020 und 2021 wurden diese bereits jetzt angekündigt. Im Dezember 2019 werden sie abschließend veröffentlicht.

Folgende Schwellenwerte kündigt die EU-Kommission an:

  • 5.350.000 Euro für Bauaufträge (derzeit 5.548.000 Euro)
  • 5.350.000 Euro für Konzessionen (derzeit 5.548.000 Euro)
  • 214.000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber (derzeit 221.000 Euro)
  • 139.000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge oberer und oberster Bundesbehörden (derzeit144.000 Euro)
  • 428.000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge von Sektorenauftraggebern (derzeit 443.000 Euro)
  • 428.000 Euro für Dienst- und Lieferaufträge im Verteidigungsbereich (derzeit 443.000 Euro).

Nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger, voraussichtlich Dezember 2019, sollen diese ab dem 01. Januar 2020 in Kraft treten.



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Deutsche Bahn beschafft bis zu 90 Hochgeschwindigkeitstriebzüge für 2 Milliarden Euro


Ein Riesenauftrag  winkt den Schienenfahrzeugherstelllern mit der heutigen Ausschreibung von bis zu 90 Hochgeschwindigkeitstriebzügen der Deutschen Bahn AG im Wert von etwa 2 Milliarden Euro im Amtsblatt der EU (2019/S 186-453090):

"Gegenstand des Auftrags ist ein Rahmenvertrag über die Herstellung, Inbetriebsetzung und Lieferung, von bis zu 90 neuen, serienreifen elektrischen Hochgeschwindigkeitstriebzügen in komplett ausgestattetem, den anerkannten Regeln der Technik entsprechendem, funktionsfähigem, zugelassenem, betriebsbereitem Zustand für den komfortablen und wirtschaftlichen Einsatz im Fahrgastbetrieb des Auftraggebers im Fernverkehr in Deutschland mit einer Mindest-Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h einschl. Lieferung der Fahrzeugdokumentation und Sicherstellung der Ersatzteilversorgung.

Das Fahrzeug hat eine Länge von bis zu max. ca. 200 m. Es ist so beschaffen, dass es den Fahrgastbetrieb mit allen Energieversorgungssystemen nach Abschnitt 4.2.3) der TSI ENE und einen fahrenden Übergang zwischen diesen Energieversorgungssystemen im Fahrgastbetrieb zulässt und, dass alle Fahrzeuge dieses Auftrags als gekuppelte Einheiten, gesteuert vom führenden Fahrzeug, im Fahrgastbetrieb verkehren können und dürfen."


Quelle:  Amtsblatt der EU  26.9.2019



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Debatte um Hesse-Bahn


Die Debatte um die Planung zur Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn läuft an. Dabei weist Amtschef Uwe Lahl nun darauf hin, dass auch für eine mögliche Verlängerung der S-Bahn nach Calw oder für den Einsatz einer Express-S-Bahn nach Weil der Stadt die Schieneninfrastruktur an verschiedenen Stellen ausgebaut werden müsste.

Auch für eine mögliche Verlängerung der S-Bahn nach Calw oder für den Einsatz einer Express-S-Bahn nach Weil der Stadt müsste jeweils die Schieneninfrastruktur an verschiedenen Stellen ausgebaut werden. Darauf hat der Amtschef des Landesverkehrsministeriums, Prof. Uwe Lahl, mit Blick auf die Debatte über die vom Landkreis Calw vorangetriebene Reaktivierung der Württembergischen Schwarzwaldbahn beziehungsweise der Hermann-Hesse-Bahn hingewiesen. Das Ministerium unterstütze beide Konzepte. Derzeit sei aber die Hermann-Hesse-Bahn weiter fortgeschritten. Wichtig sei, dass die Schienenverbindung nach Calw möglichst bald wieder genutzt werden kann. 1988 war der Bahnverkehr auf dieser Strecke eingestellt worden.

Eine weitergehende Vereinbarung, ob die Hermann-Hesse-Bahn oder eine mögliche zukünftige Express-S-Bahn auf der Bahnstrecke Vorrang bekommt, ist aus Sicht des Ministeriums vorstellbar, unterstrich Amtschef Lahl. Er sagte: „Wichtig ist nun, dass Fahrplanexperten die möglichen Abläufe unter die Lupe nehmen, und daraus Szenarien des Betriebs erarbeiten. Dann kann man über konkrete Vereinbarungen sprechen.“

Ministerialdirektor Lahl verwies auch auf das beschlossene Stufenkonzept zwischen Landkreisen und Kommunen, welches in der ersten Stufe die Inbetriebnahme der Hermann-Hesse Bahn und einer zweiten Stufe eine S-Bahn-Verlängerung vorsieht. Sofern die Umsetzung der S-Bahn-Verlängerung konkret absehbar ist, wäre die erste Stufe auch als Vorlaufbetrieb denkbar. Damit wären förderrechtlich die Voraussetzungen gegeben, über einen Endpunkt der Hermann-Hesse-Bahn in Renningen oder Weil der Stadt frei entscheiden zu können. „Die Voraussetzung dafür wäre, dass das Betriebsprogramm und die Kosten für die S-Bahn-Verlängerung beziehungsweise für eine Express-S-Bahn ermittelt sind und eine grundsätzliche Verständigung zur Finanzierung der Investitionen und des Betriebs zwischen allen Beteiligten vorliegt“, betonte der Amtschef des Ministeriums.

Die Planungen zur Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn

Hermann-Hesse-Bahn ist der Name eines Reaktivierungsprojektes der alten Württembergischen Schwarzwaldbahn auf dem Abschnitt Calw-Weil der Stadt mit Verlängerung bis zum Anschluss an die S 60 in Renningen. Am 6. Dezember 2016 wurde der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn gegründet mit dem Ziel die Infrastruktur instand zu setzen und zu betreiben. Dem Zweckverband gehören zunächst der Landkreis Calw sowie die Große Kreisstadt Calw und die Gemeinden Althengstett und Ostelsheim an.

Die Planung zur Reaktivierung der Strecke sieht auch vor, künftig zwei ehemalige Eisenbahntunnel wieder zu nutzen. Diese werden zwischenzeitlich von mehreren Fledermausarten mit vermutlich mehreren tausend Exemplaren als Winter-, Sommer- und Schwärmquartiere genutzt. Fledermäuse sind nach dem Naturschutzrecht (EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz) streng geschützt, viele Fledermausarten sind bedroht. Am 3. Juni hatten der Landkreis Calw und der Naturschutzbund (NABU) des Landes eine Vereinbarung zu einem besonderen Artenschutzkonzept unterschrieben und damit einen Rechtsstreit in dieser Frage beigelegt.


Quelle: Newsletter Baden-Württemberg.de  25.9.2019



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Polnische Rail Baltica bekommt ERTMS/ETCS-2


Die polnische Eisenbahn-Infrastrukturgesellschaft PKP PLK hat am Mittwoch (28. August) Bombardier Transportation (ZWUS) Polska mit der Ausrüstung der Bahnmagistrale E75 ("Rail Baltica") mit dem Zugbeeinflussungssystem ERTMS/ETCS-2 beauftragt.

Nach Angaben der PLK betrifft der Auftrag den 176 km langen Abschnitt von Warschau-Rembertów nach Białystok und hat ein Volumen von 98 Mio. PLN (22,3 Mio. EUR). Davon entfallen 64,4 Mio. PLN auf den Basisauftrag, der den Abschnitt Rembertów-Sadowne abdeckt, während der verbleibende Abschnitt von Sadowne bis Białystok mit einem Auftragsvolumen von 33,8 Mio. PLN zunächst nur als Option beauftragt wurde. Die Fertigstellung der Arbeiten, die zum Großteil aus dem CEF-Programm der EU finanziert werden, ist für Ende 2024 geplant.

Quelle: nov-ost.info  30.8.2019


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"Siebtes Sektorgutachten Bahn" der Monopolkommission


Die Monopolkommission sieht Fortschritte bei der Wettbewerbsentwicklung im Schienenverkehrsmarkt. Das geht aus dem " Siebten Sektorgutachten Bahn" der Monopolkommission hervor, das als Unterrichtung durch die Bundesregierung (19/12300) vorliegt. Zwar nimmt laut Gutachten die Deutsche Bahn-Gruppe (DB-Gruppe) sowohl im Schienengüterverkehr, Schienenpersonennahverkehr und Schienenpersonenfernverkehr weiterhin eine dominante Position ein. Im Güter- und Nahverkehr verzeichneten die Marktanteile der Wettbewerber jedoch kontinuierliche Anstiege. Lediglich im Fernverkehr liege der Wettbewerberanteil weiterhin bei unter einem Prozent, "wenngleich jüngste Markteintritte Bewegung in diesen Markt bringen", schreibt die Monopolkommission.

Die regulatorische Umsetzung des Eisenbahnregulierungsgesetzes (ERegG) sowie Entwicklungen auf den Tarif- und Vertriebsmärkten hätten bei kontinuierlicher Weiterentwicklung das Potenzial, die Weichen in Richtung einer wettbewerblichen Entwicklung des Schienenverkehrsmarktes zu stellen, heißt es in der Vorlage weiter. Einhergehend mit regulatorischen Anpassungen setze die empfohlene wettbewerblichere Ausgestaltung des Systems auch die richtigen Anreize für mehr Qualität.

Die Wettbewerbshüter befürworten nach eigener Aussage weiterhin die eigentumsrechtliche, vertikale Trennung zwischen den Infrastruktur- und Transportsparten der DB-Gruppe. Zur Begründung heißt es: Im Schienenverkehrsmarkt stelle die Eisenbahninfrastruktur für die Eisenbahnverkehrsunternehmen ein notwendiges Vorleistungsprodukt dar. Es bestünden Anreize und Möglichkeiten für den vertikal integrierten Infrastrukturbetreiber der DB-Gruppe, Wettbewerber auf den nachgelagerten Transportmärkten zu benachteiligen. Auch wenn diese Möglichkeiten durch die Regulierung eingeschränkt würden, sei davon auszugehen, "dass sich insbesondere nicht-preisliche Diskriminierungspotenziale nicht vollständig erfassen lassen".

Auf den Prüfstand gehören nach Ansicht der Monopolkommission die Anreizsysteme für Qualität. In der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung II (LuFV II) gewähre der Bund die Mittel für Ersatzinvestitionen als nicht rückzahlbare Zuschüsse, heißt es in der Unterrichtung. Diese würden den Infrastrukturbetreibern zur eigenverantwortlichen Verwendung überlassen. Ein qualitätsorientierter Einsatz der Finanzmittel solle dabei über das Setzen von sanktionsbewehrten Zielvorgaben hinsichtlich vordefinierter Infrastrukturkennzahlen sichergestellt werden. "Das geschieht bisher nur unzureichend", urteilt die Monopolkommission. Im Hinblick auf die Nachfolgevereinbarung der LuFV II sei es empfehlenswert, diese um konkretere Zielvorgaben zum Infrastrukturzustand sowie um Effizienzmaßgaben zu erweitern.

Weiteren Handlungsbedarf sehen die Experten bei der Anreizsetzung in der Entgeltregulierung. Die bestehende Regulierung schließe Wettbewerbsbehinderungen auf Ebene der Eisenbahnverkehrsunternehmen durch überhöhte Infrastrukturentgelte nicht aus, heißt es in dem Gutachten. Darin wird von der Monopolkommission außerdem gefordert, die Vergabe von Schienenwegkapazität wettbewerblich zu gestalten, den Zugang zu Zugmaterial zu verbessern und die ordnungspolitische Gestaltung des Deutschland-Takts voranzutreiben.

Den vollständigen Bericht können Sie u.a. downloaden


Quelle: heute im bundestag Nr. 960  3.9.2019



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Kostensteigerung bei Bahnbrücken seit 2015 mehr als 100 %


Das sind erschreckende Zahlen, welche die Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Baupreissteigerungen im Bereich Erhalt sowie Neu-und Ausbau von Schienenwegen am 19.7.2019 publizierte ( BT-Drucksache 19/10749 ).
Denn insbesondere die Kosten für den Brückenbau explodierten geradezu, denn  seit 2015  entwickelten sich die Baukosten ohne Nachträge und Planungskosten, also die Vergabepreise von Basis 100 %  über 2016  111,1 % und 2017 mit 150 % auf das Jahr 2018 mit 207,8 %. In absoluten Zahlen entspricht dies einer Kostensteigerung von 1,2 Milliarden Euro !

Es wurden auch die Preissteigerungen bei anderen Gewerken des Gleisbaus angegeben, welche mit Ausnahme des Oberleitungsbaus , welcher durchschnittliche Preissteigerungen von 2017 mit 12 % und 2018 mit 8 % ergab, im moderaten Rahmen des allgemeinen Baupreisanstiegsvon ca. 1,5 % p.a. bewegten.
Wichtig zu wissen ist, dass die Zahl der abgegebenen Angebote pro Ausschreibung bei 3 - 4 Anbietern lag und damit durchaus zufriedenstellend bewertet werden kann.

Der vollständige Bericht kann in der Anlage abgerufen werden.

Quelle:  BT-Drucksache  19/11767



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ČD hat drei Angebote für Dieseltriebzüge


Die tschechische Staatsbahn České dráhy (ČD) hat in ihrer Ausschreibung zum Kauf von 60 Dieseltriebzügen drei vorläufige Angebote erhalten.

Wie das tschechische Fachportal zdopravy.cz von ČD-Generaldirektor Radek Dvořák erfuhr, kommen alle drei Bieter, aus Europa. Mit den Bietern sollen nun Detailverhandlungen über den Preis aufgenommen werden. Der Kostenvoranschlag für die zweigliedrigen Garnituren mit 120 Plätzen liegt bei 5,2 Mrd. CZK (202 Mio. EUR).

Zur Identität der Bieter wollte sich Dvořák nicht äußern. Das polnische Bahnportal rynek-kolejowy.pl erhielt jedoch von PESA-Pressesprecher Maciej Grześkowiak die Bestätigung, dass sein Unternehmen mit seinem Modell Link ins Rennen gegangen ist. Auch die polnische Newag hatte in ihrem im April vorgelegten Jahresbericht die Teilnahme an dem Verfahren bestätigt, aktuellere Informationen zu ihrem Angebot liegen jedoch nicht vor. Über den dritten Bieter herrscht Unklarheit – mit einiger Wahrscheinlichkeit dürften Alstom oder Stadler im Rennen sein, aber auch eine Teilnahme der slowakischen ´OS Vrútky mit ihrer Baureihe 861 Regiomover ist denkbar.

Quelle: nov-ost.info  20.8.2019


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STUTTGART 21: Tübbinglieferung für den Fildertunnel abgeschlossen


Nach insgesamt 474 Zügen bzw. über 51.100 Einzelsegmenten hat die Firmengruppe Max Bögl die Lieferung von Tübbingen für den Fildertunnel als Teil des Projekts Stuttgart 21 abgeschlossen. Der letzte Zug vom Fertigteilwerk in Sengenthal fuhr am Mittwoch (14.08.2019). In Summe wurden knapp 600.000 t zum Empfangsbahnhof bei Plochingen transportiert. Der Fildertunnel besteht aus zwei Röhren mit je 9,5 km Länge und ist in die Abschnitte Unterer und Oberer Fildertunnel unterteilt. Je nach Bauabschnitt haben die Tübbingringe eine Wandstärke von 45 oder 60 cm und sind rund 71 bzw. 93 t schwer.

Quelle: RailBusiness  16.8.2019


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Verkehrsetat ist größter Investitionshaushalt im Bundehaushalt 2020


Der Etat des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) soll 2020 im Vergleich zum Vorjahr leicht ansteigen. Das geht aus dem Regierungsentwurf für den Haushalt 2020 (19/11800) hervor. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) soll den Planungen zufolge 29,83 Milliarden Euro (2019: 29,29 Milliarden Euro) ausgeben dürfen. Mehr als die Hälfte des Geldes (17,79 Milliarden Euro) ist für Investitionen eingeplant. Damit ist der Einzelplan 12 der größte Investitionshaushalt des Bundes. Auf der anderen Seite stehen geplante Einnahmen durch die Lkw-Maut in Höhe von 7,97 Milliarden Euro (2019: 8,22 Milliarden Euro).

Die Ausgaben für die Bundesfernstraßen summieren sich der Vorlage zufolge auf 10,81 Milliarden Euro (2019: 10,8 Milliarden Euro), von denen 9,6 Milliarden Euro für den Bau, die Erhaltung und den Betrieb der Bundesfernstraßen (Bundesautobahnen und Bundesstraßen) vorgesehen sind (2019: 9,13 Milliarden Euro). 99 Millionen Euro (2019: 98 Millionen Euro) sind für den Bau und die Erhaltung von Radwegen an Bundesstraßen eingeplant. Die Verwaltungsausgaben der " Autobahn GmbH des Bundes" schlagen mit 360,35 Millionen Euro zu Buche (2019: 30,15 Millionen Euro). Den oben aufgeführten Einnahmen durch die Lkw-Maut stehen laut Entwurf Ausgaben für deren Erhebung in Höhe von 1,16 Milliarden Euro gegenüber (2019: 1,53 Millionen Euro). 8,21 Millionen Euro sind als Ausgaben im Zusammenhang mit der Abwicklung der Erhebung der Infrastrukturabgabe (Pkw-Maut) vorgesehen (2019: 86,39 Millionen Euro).

Für die Bundesschienenwege sollen 6,81 Milliarden Euro ausgegeben werden können (2019: 5,64 Milliarden Euro). Davon entfallen 1,52 Milliarden Euro auf Baukostenzuschüsse für Investitionen in die Schienenwege der Eisenbahnen des Bundes (2019: 1,64 Milliarden Euro) und 4,65 Milliarden Euro auf den Infrastrukturbeitrag des Bundes für die Erhaltung der Schienenwege (2019: 3,5 Milliarden Euro). Für Lärmschutz an Schienen sind 139 Millionen Euro eingeplant (2019: 176 Millionen Euro), für die Ausrüstung der Züge mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ERTMS 207,2 Millionen Euro (2019: 144,97 Millionen Euro), für die Förderinitiative zur Elektrifizierung regionaler Schienenstrecken zehn Millionen Euro (2019: fünf Millionen Euro) und für Förderinitiativen zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen 20 Millionen Euro (2019: 10,6 Millionen Euro).

1,14 Milliarden Euro sieht der Etatentwurf für die Bundeswasserstraßen vor (2019: 1,26 Milliarden Euro), darunter 457,52 Millionen Euro für Ersatz-, Aus- und Neubaumaßnahmen (2019: 556,06 Millionen Euro). In den Erhalt der verkehrlichen Infrastruktur der Wasserstraßen sollen 250,17 Millionen fließen - wie im Vorjahr auch.

Für den Bereich Digitale Infrastruktur enthält der Etatentwurf Ausgaben in Höhe von 1,05 Milliarden Euro (2019: 217,74 Millionen Euro). In den flächendeckenden Breitbandausbau sollen 900 Millionen Euro mehr als im Jahr 2019 fließen.

Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden will der Bund 669,3 Millionen ausgeben und damit rund eine Milliarde weniger, als für 2019 eingeplant war (2019: 1,67 Milliarden Euro). Das erklärt sich aus dem Wegfall des Haushaltstitels "Kompensationszahlungen an die Länder wegen Beendigung der Finanzhilfen des Bundes für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden" (Entflechtungsmittel), der in den vergangenen Jahren mit jeweils 1,33 Milliarden Euro zu Buche schlug. Gleichzeitig sollen 2020 die Investitionshilfen für die Länder im Bereich des Ausbaus des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf 665,13 Millionen Euro erhöht und damit im Vergleich zu 2019 verdoppelt werden (2019: 332,57 Millionen Euro).


Quelle:  Heute im Bundestag Nr. 897   16.8.2019



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